Experten empfehlen für die Faltenreduktion im Gesicht vor allem die LED-Lichttherapie (Photobiomodulation) mit spezifischen Wellenlängen im roten und nahinfraroten Bereich. Diese Methode gilt als sanfte, nicht-invasive Alternative zu Fillern oder Botox, um die Haut von innen heraus zu regenerieren.
Empfohlene Behandlungsformen
Je nach Intensität und gewünschtem Ergebnis unterscheiden Experten zwischen zwei Hauptanwendungen:
Professionelle In-Office-Behandlungen: In dermatologischen Praxen oder spezialisierten Instituten werden leistungsstarke LED-Panels oder Kaltlaser (Low-Level-Laser-Therapie, LLLT) eingesetzt. Diese haben eine höhere Energiedichte und können tiefere Hautschichten erreichen als Heimgeräte.
LED-Masken & Panels für zu Hause: Für die regelmäßige Pflege werden CE-zertifizierte LED-Masken (z. B. von CurrentBody oder Nooance) empfohlen. Diese sind schwächer dosiert, ermöglichen aber durch die tägliche oder mehrmalige wöchentliche Anwendung sichtbare Langzeiteffekte.
Experten-Kriterien für die Wirksamkeit
Damit die Behandlung tatsächlich Falten reduziert, sollten laut Dermatologen folgende Parameter erfüllt sein:
Wellenlänge: Optimal ist rotes Licht zwischen 610 und 760 Nanometern. Es dringt in die Lederhaut ein, um die Kollagen- und Elastinsynthese durch die Stimulation von Fibroblasten anzukurbeln.
Nahinfrarot (NIR): Viele Experten wie Dr. Howard Sobel empfehlen Kombinationsgeräte, die zusätzlich Licht um 830 nm nutzen, um die Zellregeneration und Durchblutung noch tiefergehend zu fördern.
Anwendungsfrequenz: Experten betonen, dass Konsistenz der Schlüssel ist. Empfohlen werden meist 3 bis 5 Sitzungen pro Woche für jeweils etwa 10 bis 20 Minuten.
Kritische Einordnung
Obwohl Studien die Wirksamkeit belegen, weisen einige Experten darauf hin, dass der Effekt bei Heimgeräten oft dezent ist und erst nach Wochen bis Monaten sichtbar wird. Bei sehr tiefen Falten raten Mediziner dazu, Rotlicht eher als ergänzende Maßnahme zu einer guten Hautpflegeroutine (mit Sonnenschutz und Feuchtigkeit) zu sehen.